Umweltverträgliche Unternehmensführung

Wann ein Unternehmen erfolgreich ist entscheidet sich erst aus der Betrachtung eines komplexen Bündels an unternehmerischen Zielen. Einen guten Gewinn zu erzielen, ist für ein Unternehmen zwar wichtig, weil sich nur daraus die Möglichkeit ergibt, durch gutes Rating eine gute Unternehmensfinanzierung und damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft durch Investitionen zu erreichen.Ein Unternehmen, das keinen guten Gewinn abwirft und vielleicht sogar Verluste erzielt ist so auf das eigene Überleben fokussiert, dass es für die weichen Belange der Unternehmensführung keinen Platz mehr gibt. Arbeitnehmer werden entlassen. Die restlichen Arbeitnehmer werden zu Mehrarbeit und schnellere Arbeit angehalten. Das Betriebsklima sinkt und die Konflikte steigen. Kosten werden zum Nachteil der Umwelt reduziert. Und wenn das Unternehmen dann noch Lichtblicke durch umweltbelastende Aufträge erhält, wird es diese nicht ablehnen. Nur Unternehmen mit einer guten Ertragskraft können es sich leisten, auch auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Dies zeigt sich im internationalen Wettbewerb. Manche Länder können Produkte produzieren, ohne sonderlich auf die Umwelt Rücksicht nehmen zu müssen. Alles ist darauf fokussiert, so billig wie möglich produzieren zu können und das ist dort Staatsräson. Die Löhne sind niedrig. Die Umweltstandards sind gering. Die Bauvorschriften zur Sicherheit der Gebäude sind unzureichend. Aber die Unternehmen in diesem Staat können ihre Güter exportieren und damit dem Staat Geld einbringen. Aus der Sicht dieser Staaten ist dieses Denken und Handeln nachvollziehbar. Aus der Sicht der Erde als unser gemeinsamer Lebensraum ist dies nicht akzeptabel.

Für Unternehmen in fortgeschrittenen Staaten ist eine nachhaltige Unternehmensführung notwendig. Die Nachhaltigkeit untergliedert sich dabei in zahlreiche Unterziele. Wir greifen hier nur einen, allerdings sehr wichtigen Teilaspekt heraus, nämlich die Umweltverträglichkeit der Unternehmensführung.

Bei der umweltverträglichen Unternehmensführung geht es nicht nur um die Einhaltung der Umweltgesetze, die für jedes andere Unternehmen auch gelten, auch wenn dieses nicht in seinem Interesse ist und es sich daher den Umweltgesetzen nur widerwillig unterwerfen will. Umweltverträgliche Unternehmensführung bedeutet, dass der Schutz der Umwelt in der Philosophie des Unternehmens integriert ist und einen hohen Stellenwert hat, so dass das umweltverträgliche Handeln des Unternehmens nicht nur auf die Mindesstandards ausgerichtet ist.

Die umweltverträgliche Unternehmensführung beinhaltet viele Teilaspekte, wie z.B.:

  • Schutz des Klimas – Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen oder Reduzierung auf ein Mindestmaß: Klimaschädliche Gase sind zu vermeiden. Soweit dies nicht möglich ist, sind alle Anstrengungen zu unternehmen und die technischen Möglichkeiten einzusetzen, um die Emissionen auf das mögliche Mindestmaß zu reduzieren.
  • Schutz von Wald und Wiesen – keine Versiegelung der Natur: Der Schutz von Wald und Wiesen beginnt bereits mit der Planung. Verkehrs-, Produktions- und Lagerflächen können reduziert werden, z.B. indem nicht in die Fläche, sondern nach unten und oben gebaut wird.
  • Schutz der Arten: Die Artenvielfalt ist ein hohes Gut unserer Evolution. Schutzvorrichtungen können errichtet werden an Stellen, an denen Tiere zu Tode kommen: Gewerbeflächen geben meist viele Möglichkeiten, bestimmten Tieren ein Habitat zu geben. 
  • Vermeidung von Luftverschmutzung: Besondere Beachtung sollte die Luftreinhaltung haben. Filteranlagen und technische Geräte sollten zu diesem Zweck eingesetzt werden. 
  • Vermeidung von Lärmverschmutzung
  • Vermeidung von Lichtverschmutzung