Alle Betriebe eines Franchise-Unternehmens treten nach außen in der gleichen Weise auf,
betreiben einheitliche Werbung und haben meist auch eine gleiche Preisgestaltung.Wichtig
ist, dass eine laufende Betreuung des Franchise-Nehmers durch den Franchise-Geber erfolgt,
was keinesfalls stets der Fall ist. Der Franchisegeber sollte Betriebsvergleiche
durchführen und die jeweiligen Betriebe der Franchise-Nehmer auswerten, damit diese
Rückschlüsse auf das eigene Unternehmen und ihre persönliche Unternehmensführung
ziehen können.
Der Kapitalbedarf eines Franchise-Nehmers ist für Existenzgründer nicht gerade
gering. 50.000 oder 100.000 sind sehr schnell erforderlich. Aber meist
rechnet sich dies auch. Denn überwiegend sind Existenzgründer über Franchise-Systeme
erfolgreich.
Ein Franchisekonzept kombiniert die Vorteile eines Großunternehmens mit denen eines
Mittelstands-Betriebes. Der Franchisebetrieb partizipiert an den Erfahrungen und den
Ressourcen, insbesondere auch von der höheren Einkaufsmacht des Franchise-Gebers. Die
Renditen eines Franchise-Betriebs sind daher in der Regel höher als vergleichbare
Nicht-Franchise-Betriebe.
Die Vorteile eines Franchise-Systems für den Franchise-Nehmer sind insbesondere:
- Der Franchise-Geber liefert ein getestetes Geschäfts-Konzept und dazu ein komplettes
Leistungspaket.
- Der Franchise-Geber hat durch ein entsprechendes Marketing-Konzept eine starke Marke und
ein gutes Images aufgebaut und pflegt dieses permanent.
- Der Franchise-Nehmer hat Gebietsschutz.
- Die Kreditwürdigkeit bei Banken ist höher, weil das unternehmerische Risiko
reduzierter ist.
- Der Markteintritt wird beschleunigt, weil das System bekannt und etabliert ist.
- Der Franchise-Nehmer ist selbständiger Unternehmer.
Die Vorteile eines Franchise-Systems für den Franchise-Geber sind
insbesondere:
- Der Franchise-Geber kann ein individuell auf sein Unternehmen zugeschnittenes
Vertriebsnetz aufbauen und vermeidet dadurch den erheblichen Aufwand für ein
Filialsystem.
- Der Franchise-Geber nutzt die mit den anderen Vertriebssystemen zusammenhängenden
unternehmerischen Risiken und nutzt insbesondere die Motivation des Franchise-Nehmers als
selbständiger Unternehmer.
- Der Franchise-Geber kann ein marktbewährtes System und Know-how mit einem relativ
geringen Kapitaleinsatz extensiv vermarkten.
Und schließlich profitieren von einem Franchise-System die Kunden, nämlich:
- Der Kunde profitiert von dem zusammenhängenden Verteilungsnetz.
- Er profitiert ferner von der höheren Motivation des Franchise-Nehmers als
selbstständiger Unternehmer, weil sein Erfolg vom Maß der Kundenzufriedenheit abhängt.
- Die Einheitlichkeit des Systems macht das Angebot überregional transparent. Die
Kundenentscheidung für ein bestimmtes System kann unabhängig von dem jeweiligen
Systempartner auf den jeweiligen Franchise-Betrieb übertragen werden. Die Suche und
Auswahl jeweiliger Geschäftspartner wird für den Kunden, der überregional Leistungen
bezieht, einfacher. Er stößt überall auf das ihm vertraute Angebot.
- Im Falle eines Konflikts mit dem Franchise-Betrieb vor Ort hat der unzufriedene Kunde
eine weitere kompetente Anlaufstelle für seine Beschwerde, nämlich den Franchise-Geber,
der sich um ein Lösung der Problematik bemühen wird.
Nähere Informationen mit Muster-Franchise-Vertrag und
Erläuterungen in unserer Broschüre "Der
Franchise-Betrieb"
zur Finanzierung der Franchise mit öffentlichen
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