Die Erde ist ein Wesen, das sich gegen schädlche Veränderungen durch den Menschen wehrt. Schon seit Jahrmillionen musste sich die Erde wehren, früher z.B. gegen Veränderungen durch Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge.

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Der Wildbach

Leise ziehen Wolken über die leuchtende und ruhende Berglandschaft
Die daliegt wie ein schnurrendes Raubtier, ruhig, anmutig und sanft
Eine unbekannte Macht weckt die friedlichen Wolken, jagt sie vor sich her
Sie fliehen, werden dunkler, mächtiger, bedrohlicher – sie schlagen zurück
Mit riesigen Wassermassen versuchen sie, die Macht zu ertränken

Sie wecken den Wildbach, der eben noch ruhig vor sich hinfloss
Er verteidigt sie gegen die Wolken, bläht sich auf und speit das Wasser zu Tale
Gewaltige Massen reißen mit, was sich ihnen in den Weg stellt
Erde, Felsen, Bäume, Brücken, alles – ein Inferno bricht herein
Tosend, rücksichtslos und unnachgiebig – die Natur beherrscht das Geschehen

Er schreckt Mensch und Tier, füllt Vorratskammern mit Schlamm, verschüttet Wege
Treibende Bäume reißen Häuser nieder – bilden Staudämme, die alles versenken
Angst und Ehrfurcht vor dem Schicksal beherrschen die Situation
Der Mensch will den Bach zähmen, ihm seine Reißzähne ziehen
Die Natur wehrt sich, ist stark und denkt in größeren Zeiträumen