Das
Lernen im Outdoor-Training
Noch immer wird Lernen mit Schule, das
heißt Lernen im Sitzen, vor einem Tisch, mit Schreibzeug und mit Lehrer,
der vorne steht, verbunden. Denn diese Art von Lernen beginnt in der
Schule, setzt sich in der beruflichen Ausbildung und in
Fortbildungsseminaren fort. Sicherlich ist dies eine wichtige Art zu
Lernen - aber nicht die einzige. Vor allem, wer hiernach gut ausgebildet
ist und seine beruflichen und persönlichen Erfolge zu erkämpfen hat,
stellt fest, dass ihm wichtige Lerninhalte fehlen. Diese wurden ihm
niemals in der Weise, wie es für ein glückliches und erfolgreiches Leben
erforderlich gewesen wäre, vermittelt. Es handelt sich hierbei
insbesondere um Fähigkeiten wie
- Teamintegration
- Konfliktmanagement
- Beseitigung von Kreativitätsblockaden
- Strategieerarbeitung
- Changemanagement und Veränderungsfähigkeit
- Netzwerkbewusstsein
- Zielfindungsmanagement
- Aktionsplanung
- Angstmanagement
- Fehlerkultur
- Selbsterfahrung
- Körperbewusstsein
- Selbstbewusstsein
Diese meist nur unzureichend ausgebildeten
Fähigkeiten lassen sich wesentlich besser als im herkömmlichen Schulsystem
im Outdoor-Training vermitteln und verbessern. Dies zeigt bereits die Art
und Weise der menschlichen Evolution. Die Evolution basiert viel stärker
auf körperlichen Erfahrungen und weniger auf verstanddominierten
Lernmethoden. Lange bevor sich das Lebewesen Mensch ausgebildet hat, waren
die Gehirn- und Denkstrukturen von der Natur bereits perfekt ausgebildet.
Der Mensch hat diese Struktur als Plattform übernommen und für sich mit
dem Neokortex (Großhirnrinde) weiterentwickelt. Die
Entscheidungsstrukturen beim Menschen werden aber auch heute noch von den
Gehirn- und Denkstrukturen beherrscht, wie sie bereits lange vor seinem
Erscheinen ausgeprägt waren, insbesondere durch das limbische System.
Das Outdoor-Training setzt für die
Lerninhalte also in erster Linie nicht am verstanddominierten Teil des
Denkens, sondern an den Teilen an, die sein Entscheidungszentrum in
Handlungssituationen ausmachen. Das sind insbesondere kinästhetische
Komponenten, Szenarien, Situationen, Bewegungen, Gefühle. |