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Robert BoschRobert Bosch wurde am 23.09.1861 in Albeck bei Ulm geboren. Er hatte 11 Geschwister. Seine Eltern betrieben einen Gasthof mit Bierbrauerei und Landwirtschaft. Die Familie gehörte zur regionalen Oberschicht. Er machte eine Lehre als Feinmechaniker und arbeitete sieben Jahre lang in Nürnberg, bei Edison in den USA und bei Siemens in Großbritannien. Robert Bosch hatte also schon frühzeitig auf eine internationale Tätigkeit Wert gelegt, die einen wesentlichen Teil seines späteren Erfolgs ausmachen werde. So sollten 25 Jahre nach der Gründung seines Unternehmens nachezu 90% seines Umsatzes im Ausland erfolgen, nämlich in seinen Niederlassugnen in den USA, Asien, Afrika und Australien. Am 15.11.1886 eröffnete er mit 25 Jahren seine "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" und produzierte und reparierte Blitzableiter, Geschwindigkeitsmesser und Telefone. Er legte hohen Wert auf technische Innovationen, was ihm ebenso neben der Internationalität hohen Erfolg einbrachte. Besonders arbeitete und forschte er an der Verbesserung elektrischer Zünder, zunächst für stationäre Gasmotoren und später als Hochspannungsmagnetzünder für die fortschreitende Automobiltechnologie mit immer schneller laufenden Benzinmotoren. Nach fünf Jahren hatte er erhebliche wirtschaftliche Probleme und stand nahe vor dem Konkurs. 1887 begann er mit dem Bau von Magnetzündern für die regelmäßige Zündung von Gasgemischen und bot diese in Frankreich, England und Amerika an. Daimler baute diese Zünder fortan in seine Motoren ein. Sodann verkaufte Bosch weltweit auch Autozubehör wie Lichtmaschinen, Anlasser, Signale, Winker, Scheinwerfer, Wischer und Bremsen und setzte alsbald fast 90 % seiner Erzeugnisse im Ausland ab. Später kaufte er die in Schwierigkeiten steckenden Wanderer-Werke auf und erwarb damit ein vollständiges Vertriebs- und Servicenetz. In den 20er Jahren erwarb er ferner die Junkersschen Gaswerke, die Radiowerke "Blaupunkt" und die Fernseh AG. Bosch war ein überzeugter Demokrat und liberaler Unternehmer und übernahm als Unternehmer hohe soziale Verantwortung. Bereits 1906 führte er in seinen Betrieben den 8-Stunden-Tag ein. Robert Bosch wurde daher als "Der rote Bosch" bezeichnet. Seine demokratische Gesinnung ist auch aus der Tatsache zu ersehen, dass er bald eine eigene Werkszeitung einführte. 1940 stiftete er ein Krankenhaus in Stuttgart, das noch heute seinen Namen trägt. 1942 starb Bosch im Alter von 81 in Stuttgart. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigten seine Werke bereits 40.000 Mitarbeiter.
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