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Montag, 21.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
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Mustersammlungen für Verträge zum Unternehmensrecht,
Broschüren und Mustervorlagen zur Unternehmensführung



Interpretation von Sprüchen für die Unternehmensführung

Worten sollten Taten folgen.
Deutsches Sprichwort






Unternehmenssanierung

Es gibt kaum Unternehmen, die über Jahrzehnte Bestand haben und noch nicht einmal in eine Unternehmenskrise gelangt wären. Aufgabe der Unternehmensführung ist es, eine solche Krise rechtzeitig zu erkennen, um zu verhindern, dass sie die Existenz des Unternehmens vernichtet. Es gibt die strategische Krise, bei der die Erfolgspotenziale des Unternehmens gestört oder zerstört sind. Bei einer Erfolgskrise ist es dem Unternehmen nicht mehr möglich, Gewinne zu erzielen. Häufig entstehen ganz erhebliche Verluste in einer solchen Phase der Krise. Und bei einer Liquiditätskrise ist die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bedroht.

Die Ursache für das Entstehen einer Krise kann endogen oder exogen sein. Endogene Krisen kommen aus dem Unternehmen selbst, wie z. B. Managementfehler, Fehlkalkulationen, Qualitätsmangel, falsche Finanzplanung oder unzureichende Vertriebsaktivitäten. Exogene Krisen sind beispielsweise Streiks, Unterbrechung der Rohstoffversorgung, Wechselkursschwankungen oder starke Zinserhöhungen. Exogene Krisen sind aber häufig mit endogenen Krisen verbunden, weil auf die exogenen Veränderungen nicht rechtzeitig und nicht entschieden genug im Unternehmen reagiert wurde.

Eine Verknüpfung zwischen strategischer Krise, Erfolgskrise und Liquiditätskrise ist stets gegeben. Jedoch sind die Reihenfolgen der Entstehung unterschiedlich. Eine strategische Krise führt zur Erfolgskrise und diese zur Liquiditätskrise. Umgekehrt kann es aber infolge falscher Liquiditätsplanung sein, dass zur Einsparung notwendige unternehmerische Entwicklungen nicht vorgenommen werden, mit der Folge, dass eine Erfolgskrise eintritt, die sodann in eine strategische Krise übergeht.

Insbesondere bei der hier zu betrachtenden schweren Krise eines Unternehmens bedarf es eines fein abgestimmten Kataloges interner und externer Maßnahmen. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel:

  • Zuführung von Liquidität durch Gesellschafter
  • Auflösung stiller Reserven
  • Verkauf von Anlagegütern und Nutzung durch Sale-and-lease-back-Verfahren
  • Abbau von Vorräten
  • Verbesserung der Unternehmensorganisation
  • Verbessertes Qualitätsmanagement
  • Abbau von Forderungen
  • Stop nicht zwingend notwendiger Investitionen
  • Verbesserung der Marketing- und Vertriebsstruktur
  • Check aller möglichen Maßnahmen zur Kostensenkung
  • Anpassung der personellen Kapazitäten
  • Überprüfung der Produkt- und Programmpolitik
  • Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens
  • Finanzierungshilfen der öffentlichen Hand
  • Stundung von Steuerschulden einschließlich Vollstreckungsaufschub und Steuererlass
  • Partnersuche
  • Stundungen der Bankdarlehen
  • Zinslosstellung von Bankdarlehen
  • Verzicht auf Teile von Bankdarlehen

Ist mit solchen Maßnahmen der Erhalt des Unternehmens nicht mehr möglich, müssen zur Vermeidung der Zerschlagung des Betriebes Auffanglösungen durchgeführt werden. Solche Auffanglösungen führen aber in der Regel zu einer neuen Inhaberschaft des Betriebes.




 

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Jahr für Jahr wächst die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen. Obwohl das neue Insolvenzrecht zum Ziel hat, den Erhalt sanierungsfähiger Unternehmen zu erleichtern, ist das Risiko eines Konkurses weiterhin hoch. Der Leitfaden bietet vor allem Entscheidungsträgern in kleinen und mittelständischen Betrieben einen genauen Überblick über zahlreiche Möglichkeiten zur Rettung eines angeschlagenen Unternehmens - von der frühzeitigen Beseitigung der Krisenursache über die Durchführung einer außergerichtlichen Unternehmenssanierung bis hin zur Fortführung des Unternehmens durch eine Auffanggesellschaft.