Suchen bei seefelder.de
Benutzerdefinierte Suche

Montag, 21.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
Aus der Praxis - für die Praxis

Home Inhaltsverzeichnis Lexikon Unternehmensbörse Über uns Impressum, Kontakt

Mustersammlungen für Verträge zum Unternehmensrecht,
Broschüren und Mustervorlagen zur Unternehmensführung



Interpretation von Sprüchen für die Unternehmensführung

Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur
Albert Einstein





Gesellschaften für langfristige Unternehmensbeteiligungen

Für Beteiligungsgesellschaften, die sich an mittelständischen Unternehmen beteiligen, bestehen erhebliche Marktchancen. Neben dem entsprechenden Kapital muss die Beteiligungsgesellschaft aber auch über die entsprechende Erfahrung und das Know-how bei der Entwicklung von mittelständischen Unternehmen verfügen. Denn die Qualität des Know-hows entscheidet über die Höhe der zu erzielenden Rendite. Das Know-how minimiert einerseits das Risiko des Ausfalls des Beteiligungswerts durch eine Insolvenz des Unternehmens. Und es maximiert andererseits die Gewinnchancen durch ein optimales Auswählen der Investitionen und durch eine permanente beratende Begleitung insbesondere im Bereich der strategischen Unternehmensplanung.

Hierzu der folgende Überblick:

1.Anlässe für Beteiligungen

a)Die Finanzierung mittelständischer Unternehmen durch Beteiligungskapital
Die Finanzierung mittelständischer Unternehmen ist ein stets komplexer und schwieriges Thema. Jahrzehntelang waren mittelständische Unternehmen gewohnt, sich über Banken und Sparkassen fremd zu finanzieren. Das Angebot der Kreditwirtschaft und die Bereitschaft zur Unternehmensfinanzierung war erheblich, und in der Regel bedeutete es für mittelständische Unternehmen keine oder nur geringe Schwierigkeiten, den laufenden Geschäftsbetrieb und die Unternehmensentwicklung fremd zu finanzieren. Seit mehreren Jahren sind fundamentale Änderungen im Gange. Die hohen Insolvenzraten vor allem mittelständischer Unternehmen in den letzten Jahren haben die Banken und Sparkassen vorsichtiger werden lassen. Chancen und Risiken standen für diese in einem ungünstigen Verhältnis. Während die Chancen auf die vereinbarten Zinsmargen begrenzt waren, bestand das Risiko im Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals. Kreditausfälle mussten sie mit den meist geringen Margen aus der Finanzierung anderer Unternehmen auffangen. Ferner setzt die Finanzierung mittelständischer Unternehmen eine ganz erhebliche Qualität des sachbearbeitenden Personals voraus, das schwer beschaffbar und zudem teuer ist. Dagegen konnten die Banken und Sparkassen im Investmentgeschäft weitgehend risikolos Provisionseinnahmen verdienen oder bei Beteiligungen erhebliche Wertsteigerungen vereinnahmen. Deshalb zogen sich die Banken und Sparkassen immer mehr aus der Unternehmensfinanzierung zurück und konzentrieren sich auf das Investmentgeschäft, auf das Privatkundengeschäft oder die Vermögensverwaltung.


Hinzu kommt, dass durch die Regelungen von Basel II die Banken und Sparkassen eine Legitimation gefunden haben, ihre restriktive Behandlung bei der Unternehmensfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen zu rechtfertigen. Wird Fremdkapital durch Banken oder Sparkassen gegeben, geschieht dies nach der Risiko orientierten Kreditvergabe nach Basel II mit entsprechenden Risikozuschlägen, was die Unternehmensfinanzierung in der Regel ganz erheblich verteuert.

Parallel zu dieser Entwicklung haben sich immer mehr Venture Capital Gesellschaften etabliert, die sogenannte Startups finanzierten. Das Ziel der VC-Gesellschaften war, sich schnell und günstig bei den Unternehmen als Gesellschafter zu beteiligen und das Unternehmen dann ebenso schnell an die Börse zu bringen oder an andere Unternehmen zu verkaufen. Erfahrung und Know-how für Unternehmensentwicklungen waren bei diesen VC-Gesellschaften vielfach nicht im ausreichenden Maße vorhanden. Die VC-Gesellschaften erwarteten atemberaubende Renditen, die sie in den Phasen des Aufbaus einer gewaltigen Spekulationsblase in 1999 und zu Beginn des Jahres 2000 auch erzielen konnten. Dies Spekulationsblase platzte und der Markt bereinigte nicht nur schlecht konzipierte Startups, sondern auch die zahlreich entstandenen „Casino-VCs“.

Nach diesen Entwicklungen besteht ganz erhebliches Marktpotenzial für die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen über eine Beteiligungsfinanzierung, und zwar durch langfristig und eher konservativ ausgerichteten Beteiligungsgesellschaften.

lesen Sie weiter: Teil 1
lesen Sie weiter: Teil 2