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Gesellschaften für
langfristige Unternehmensbeteiligungen
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Beteiligungsgesellschaften, die sich an mittelständischen Unternehmen beteiligen,
bestehen erhebliche Marktchancen. Neben dem entsprechenden Kapital muss die
Beteiligungsgesellschaft aber auch über die entsprechende Erfahrung und das Know-how bei
der Entwicklung von mittelständischen Unternehmen verfügen. Denn die Qualität des
Know-hows entscheidet über die Höhe der zu erzielenden Rendite. Das Know-how minimiert
einerseits das Risiko des Ausfalls des Beteiligungswerts durch eine Insolvenz des
Unternehmens. Und es maximiert andererseits die Gewinnchancen durch ein optimales
Auswählen der Investitionen und durch eine permanente beratende Begleitung insbesondere
im Bereich der strategischen Unternehmensplanung.
Hierzu der folgende Überblick:
1.Anlässe für Beteiligungen
a)Die Finanzierung mittelständischer Unternehmen durch Beteiligungskapital
Die Finanzierung
mittelständischer Unternehmen ist ein stets komplexer und schwieriges Thema.
Jahrzehntelang waren mittelständische Unternehmen gewohnt, sich über Banken und
Sparkassen fremd zu finanzieren. Das Angebot der Kreditwirtschaft und die Bereitschaft zur
Unternehmensfinanzierung war erheblich, und in der Regel bedeutete es für
mittelständische Unternehmen keine oder nur geringe Schwierigkeiten, den laufenden
Geschäftsbetrieb und die Unternehmensentwicklung fremd zu finanzieren. Seit mehreren
Jahren sind fundamentale Änderungen im Gange. Die hohen Insolvenzraten vor allem
mittelständischer Unternehmen in den letzten Jahren haben die Banken und Sparkassen
vorsichtiger werden lassen. Chancen und Risiken standen für diese in einem ungünstigen Verhältnis.
Während die Chancen auf die vereinbarten Zinsmargen begrenzt waren, bestand das Risiko im
Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals. Kreditausfälle mussten sie mit den meist
geringen Margen aus der Finanzierung anderer Unternehmen auffangen. Ferner setzt die
Finanzierung mittelständischer Unternehmen eine ganz erhebliche Qualität des
sachbearbeitenden Personals voraus, das schwer beschaffbar und zudem teuer ist. Dagegen konnten
die Banken und Sparkassen im Investmentgeschäft weitgehend risikolos Provisionseinnahmen
verdienen oder bei Beteiligungen erhebliche Wertsteigerungen vereinnahmen. Deshalb zogen
sich die Banken und Sparkassen immer mehr aus der Unternehmensfinanzierung zurück und
konzentrieren sich auf das Investmentgeschäft, auf das Privatkundengeschäft oder die
Vermögensverwaltung.
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| Hinzu kommt, dass durch die Regelungen von Basel II die Banken und
Sparkassen eine Legitimation gefunden haben, ihre restriktive Behandlung bei der
Unternehmensfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen zu rechtfertigen. Wird
Fremdkapital durch Banken oder Sparkassen gegeben, geschieht dies nach der Risiko orientierten
Kreditvergabe nach Basel II mit entsprechenden
Risikozuschlägen, was die Unternehmensfinanzierung in der Regel ganz erheblich verteuert.
Parallel zu
dieser Entwicklung haben sich immer mehr Venture Capital Gesellschaften etabliert, die
sogenannte Startups finanzierten. Das Ziel der VC-Gesellschaften war, sich
schnell und günstig bei den Unternehmen als Gesellschafter zu beteiligen und das
Unternehmen dann ebenso schnell an die Börse zu bringen oder an andere Unternehmen zu
verkaufen. Erfahrung und Know-how für Unternehmensentwicklungen waren bei diesen VC-Gesellschaften vielfach nicht im
ausreichenden Maße vorhanden. Die VC-Gesellschaften erwarteten atemberaubende Renditen,
die sie in den Phasen des Aufbaus einer gewaltigen Spekulationsblase in 1999 und zu Beginn
des Jahres 2000 auch erzielen konnten. Dies Spekulationsblase platzte und der Markt
bereinigte nicht nur schlecht konzipierte Startups, sondern auch die zahlreich
entstandenen Casino-VCs.
Nach diesen Entwicklungen besteht ganz erhebliches
Marktpotenzial für die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen über eine
Beteiligungsfinanzierung, und zwar durch langfristig und eher konservativ ausgerichteten
Beteiligungsgesellschaften.
lesen Sie weiter: Teil 1
lesen Sie weiter: Teil 2
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