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Freitag, 18.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
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Interpretation von Sprüchen für die Unternehmensführung

Lerne alt zu werden mit einem jungen Herzen. Das ist die Kunst.
Johann Wolfgang von Goethe


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Bonus: zusätzlich zur Dividende gewährte Sondervergütung für die Aktionäre.

Börse:   Markt für Wertpapiere, Devisen und Waren, wo vereidigte Kursmakler aufgrund der ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträge börsentäglich aktuelle Kurse (Preise) feststellen und einen funktionierenden Handel gewährleisten.

Börsengang: Siehe IPO – Initial Public Offering.

Börsentendenzen: Begriff für die Entwicklung der Kurse. "Schwach" bedeutet leicht fallende Kurse. "Behauptet" heißt, dass Kurse gehalten oder uneinheitlich, jedoch kaum verändert sind. Mit "freundlich" werden mehrheitlich steigende Kurse am Gesamtmarkt bezeichnet. Und "fest" bedeutet eine gute Kurssteigerung fast aller Aktien.

Börsenzulassung:   Zulassung von Wertpapieren zum Handel an der Börse, z.B. im amtlichen Handel oder im geregelten Markt.

Bonds:   International übliche Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere.

Bonität:   Maßstab für die Kreditwürdigkeit.

Bonitätsrisiko: Risiko, dass der Schuldner illiquide oder zahlungsunfähig wird und damit Zins- und Tilgungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht bedienen kann.

Bonusausschüttung (Sonderausschüttung):  Wird die Dividende um einen Bonus aufgestockt, z.B. aufgrund eines bestimmten Ereignisses wie ein Firmenjubiläum oder einen Steuervorteil, so handelt es sich dabei um eine Sonderausschüttung.

Bookbuilding-Verfahren: Verfahren zur Ermittlung und Festsetzung eines fairen Ausgabepreises bei der Neuemission von Aktien. Die Emissionsbanken definieren eine Preisspanne, innerhalb deren Anleger Gebot zum Kauf abgeben können. Erst am Ende der Zeichnungsfrist ermitteln sie den endgültigen Ausgabepreis.

BOSS-CUBE: BOSS = Börsen-Order-Service-System; CUBE = Computer-unterstütztes-Börsenhandels- und Entscheidungssystem; kombiniertes System zur Weiterleitung von Börsenorders per Datenleitung und zur Unterstützung der Kursfindung.

Break-even-Point:   Gewinnschwelle, also Punkt, an dem ein Unternehmen oder ein Anleger gerade Gewinn erzielt.

Bridge-Finanzierung: Siehe Finanzierungsphasen.

Briefgrundschuld:   Grundschuld, über die ein Brief ausgestellt ist.

Broker:   Berufsmäßige Bezeichnung für Wertpapierhändler und -makler, die allein berechtigt sind, Börsenaufträge anzunehmen und auszuführen. Für seine Dienste erhält der Broker eine Maklergebühr (brokerage fee).

Bruttodividende:   Steuergutschrift, die ein inländischer Aktionär erhält. Die Nettodividende (Bardividende) und die Steuergutschrift ergeben die Bruttodividende. Je nach Höhe der von der AG gezahlten Steuern wird eine Steuergutschrift erteilt, die bis zu 42,85 der Nettodividende betragen kann.

Bruttosozialprodukt:   Wert sämtlicher Güter und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums hergestellt und erbracht wurden. Das Bruttosozialprodukt (BSP) gibt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft an.

Buchführung:   Führung von Büchern, in dem die Handelsgeschäfte und die Lage des Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich sind. Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermittelt (vgl. § 238 HGB).

Buchwert:  Der in der Bilanz ausgewiesene Wert von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens.

Buffer:   Ungenutzte Kreditlinien oder Barreserven.

Bullen:   Bezeichnung für die Wertpapieranleger, die mit steigenden Kursen rechnen. Der Bulle schleudert mit seinen Hörnern seinen Gegner in die Höhe.

Bullenfalle:   Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse für ein Kaufsignal, das sich im Nachhinein als Fehlsignal erweist. Das Kaufsignal gibt das Signal für den Kauf der Wertpapiere; jedoch fallen die Kurse.

Bundesanleihe:   Verzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben wird. Damit ist die Bundesanleihe eine Staatsanleihe.

Bundesschatzbrief:  festverzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben wird. Der Typ A läuft über sechs Jahre; bei der Herausgabe liegt der Zinssatz, der meist stufenweise ansteigt, bereits fest. Der Typ B läuft über sieben Jahre, die Zinsen aufgrund der bereits bei der Herausgabe feststehenden Zinssätze werden erst am Ende der Laufzeit bezahlt.

Bundeswertpapiere: Oberbegriff für Wertpapiere, die vom Bund herausgegeben werden, nämlich Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze, Bundesobligationen, Bundesanleihen und Bundesschatzanweisungen. Bundeswertpapiere genießen beste Bonität und eine gute Marktliquidität.

Bürgschaft:  Verpflichtung einer Person gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen (vgl. §§ 765 ff. BGB).

Burn Rate:   Zeitspanne, in der das einem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital verbraucht ist. Geschwindigkeit, mit der Kapital aufgebraucht wird.

Business Angel: Vermögende Privatperson, die jungen Unternehmen Eigenkapital, Management-Know-how und Businesskontakte zur Verfügung stellt. Vielfach investieren Business Angels parallel zu VC-Gesellschaften.

Business Plan:   Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Ziele des Unternehmens und deren Wege und der geplante Umsatz, die Kosten und der Gewinn dargestellt werden.

Buy Back:   Die Anteile, z.B. einer Venture Capital Gesellschaft, werden durch den Altgesellschafter zurückverkauft.