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Freitag, 18.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
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Interpretation von Sprüchen für die Unternehmensführung

Suche nicht das Abenteuer, aber gehe ihm nicht aus dem Weg.
asiatisches Sprichwort





Gesundheit für Unternehmer und Führungskräfte

Die Anforderungen an einen Menschen sind hoch, egal ob er seine Ziele vorrangig in dem Beruf, der Unternehmensführung, der Schaffung einer Familie oder in einem sozialen Engagement sucht. Diesen Anforderungen kann er auf Dauer nur gewachsen sein, wenn er gesund ist. Gesund sein bedeutet nicht nur, dass er körperlich gesund ist. Gesund sein bedeutet mehr, nämlich dass er gesund im ganzheitlichen Sinne ist. Das bedeutet, dass er neben der körperlichen Gesundheit auch gesund im psychischen, sozialen und existenziellen Sinne ist. Optimale Entscheidungen für seine Ziele und seinen Weg können daher nur erfolgen, wenn der körperlich gesunde Unternehmensführer stabil in der Psyche und er seine persönliche Mitte im Leben gefunden hat.

Der ganzheitliche Gesundheitsbegriff umfasst also den Menschen insgesamt, also nicht nur mit seiner körperlichen Gesundheit. Gerade wie man aus den psychosomatischen Störungen weiß, wirken sich solche Störungen erheblich negativ auf die körperliche Gesundheit aus. So ist deshalb Gesundheit nach der Definition der WHO ein "Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen." Gesundheit ist daher mehr als nur das Fehlen v on Krankheit und Gebrechen. Es stellt sich daher die Frage, was zum Fehlen von Krankheit und Gebrechen noch hinzukommen muss, um gesund zu sein.

Ein Mensch ist nur dann gesund, wenn seine vier Säulen der Gesundheit stabil und kräftig sind, nämlich:

  • die körperliche Gesundheit,
  • die psychische Gesundheit,
  • die soziale Gesundheit und
  • die existenzielle Gesundheit.



Bei der körperlichen Gesundheit geht es um die Beschaffenheit und Funktion des Körpers. Das Verständnis für die körperliche Gesundheit ist am Größten, denn die meisten Menschen verstehen unter dem Begriff der Gesundheit das Fehlen von körperlichen Krankheiten, wie z.B. fiebrige Infektionskrankheiten, Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs. Eine in diesem Sinne körperliche Gesundheit setzt im körperlichen Sinne voraus, dass der Körper so gebraucht wird, wie er sich durch die millionenjahrelange Evolution entwickelt hat. Entwickelt hat er sich zu einem Körper mit aufrechtem Gang und einem großen Maß an Bewegung und körperlicher Aktivität. Vor allem in der Neuzeit wird der Körper aber in völlig anderem Maße verwendet, als dafür, wofür er sich entwickelt hat. Dies führt zwangsläufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Eine Bewegung findet heute kaum mehr in ausreichendem Maße statt und meist sind alle Aktivitäten sitzender oder liegender Natur. Die Fortbewegung und der Transport der Lebensmittel für den täglichen Bedarf übernimmt heute vorrangig das Auto. Eine Land- und Forstwirtschaft unter Einsatz der Muskelkraft findet nicht mehr statt, weil dies durch Maschinen übernommen wurde. Gleiches gilt für die Bauwirtschaft. Die Arbeit zum Erwerb des Einkommens wird meist am Schreibtisch oder in ähnlicher Weise sitzend erledigt, z.B. als Sekretärin, als Verwaltungsangestellter, als Fernfahrer oder als Fahrer von Bau-, Land- oder Forstmaschinen.

Diese artfremde Benutzung bzw. artfremde Nichtbenutzung des Körpers hat gravierende Folgen, wie

  • einen geringeren Kalorienverbrauch bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme und damit eine stete Erhöhung des Körpergewichts,
  • eine erhöhte Anspannung der Muskeln im Ruhezustand, weil die Muskeln nach Belastung suchen,
  • dadurch bedingt eine geringere Durchblutung,
  • Rückenverspannungen mit allen negativen Auswirkungen (z.B. permanentes Kopfweh),
  • Knorpeldeformationen, weil Gelenke nicht gebraucht und wenig versorgt werden,
  • geringe Stimulans, die ansonsten die Bewegung auslöst, mit der Folge von Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes, Schlaflosigkeit, geringere Abwehrkräfte und damit Förderung des Entstehens von Krebs,
  • mangelnder Abbau von Adrenalinausschüttungen nach Ärger und Stress,
  • Einlagerung überschüssigen Cholesterins in die Arterien und damit Erhöhung des Risikos für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, und die
  • Erhöhung der Allergieanfälligkeit.
Um die körperliche Gesundheit zu erhalten bzw. wieder zu erlangen ist unbedingt notwendig, den Körper wieder so zu benutzen, wofür er geschaffen ist, nämlich zur Bewegung. Nicht notwendig und sogar schädlich ist eine Überforderung des Körpers bei der Bewegung. Ausdauer und das Gefühl der Unterforderung sind gesünder als kurzfristige sportliche Höchstleistungen.

Eine angemessene Bewegung geschieht durch regelmäßiges Ausdauertraining, wie z.B.

  • Wandern,
  • Schnelles Gehen,
  • Langsames Laufes,
  • Radfahren,
  • Schwimmen,
  • Bergsteigen und
  • Tanzen.
Ganz besonders empfehlenswert ist das Tanzen, weil diese Aktivität die Vorteile der Bewegung mit der positiven Wirkung von Musik und sozialen Kontakten verbindet.

Körperliche Auswirkungen eines solchen regelmäßigen Ausdauertrainings sind insbesondere

  • die Verbesserung der Herz- und Kreislaufleistung,
  • die Anregung der Stoffwechselvorgänge,
  • das Freisetzen von Beta-Endorphinen im Körper, die die Informationsübermittlung zwischen den Nerven- und Gehirnzellen steuern,
  • die Beseitigung depressiver Stimmungen durch die freigesetzten Beta-Endorphinen,
  • die Erleichterung der Gewichtsregulation,
  • die Aktivierung der Darmfunktion,
  • die Stimulierung des Immunsystems,
  • die Mobilisierung und Aktivierung von natürlichen Killerzellen gegen bestimmte Krebsarten,
  • die günstige Beeinflussung des Blutdrucks,
  • die Senkung des Cholesterinspiegels im Blut und
  • die Verminderung psychosomatischer Beeinträchtigungen.