Suchen bei seefelder.de
Benutzerdefinierte Suche

Freitag, 18.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
Aus der Praxis - für die Praxis

Home Inhaltsverzeichnis Lexikon Unternehmensbörse Über uns Impressum, Kontakt

Mustersammlungen für Verträge zum Unternehmensrecht,
Broschüren und Mustervorlagen zur Unternehmensführung








Eigenfinanzierung von Unternehmen

Die Eigenkapitalfinanzierung des Unternehmens muss im Vordergrund stehen. Auf das Eigenkapital sind keine Annuitäten zu leisten. Der Eigenkapitalgeber erhält im Erfolgsfalle eine Gewinnbeteiligung. Außerdem erhöht sich im Erfolgsfalle der Wert der Anteile am Unternehmen. Diesen Mehrwert kann der Anteilsinhaber im Falle der Veräußerung seiner Anteile realisieren. Für den Eigenkapitalgeber bedeutet seine Beteiligung am Unternehmen gegenüber einer klassischen Fremdfinanzierung damit mehr Chance, aber auch mehr Risiko. Der Eigenkapitalgeber kann wesentlich mehr Ertrag aus seiner Finanzierung erwirtschaften, als ein Fremdkapitalgeber. Dafür trägt er aber das Risiko, dass der Ertrag geringer oder das Kapital ganz oder teilweise verloren ist.



Profitieren wird jedoch hiervon immer das Unternehmen. Denn die Kapitalgeber können anders als bei der Fremdfinanzierung nicht den Zusammenbruch des Unternehmens bewirken. Ferner verfügt das Unternehmen bei einem hohen Eigenkapitalanteil über Liquiditätsreserven, die es über eine klassische Bankfinanzierung erschließen kann. Denn infolge der hohen Eigenkapitalquote verfügt das Unternehmen über ein besseres Rating und über höhere Sicherheiten als ein Unternehmen mit einer geringeren Eigenkapitalquote, bei der zudem alle verfügbaren Sicherheiten an den Fremdkapitalgeber zur Sicherheit abgetreten oder übereignet wurden. Geschickte Unternehmen nehmen daher eine Fremdfinanzierung nur für vorübergehende Zwecke in Anspruch, um diese Fremdfinanzierung dann sukzessive durch eine Eigenkapitalfinanzierung zu ersetzen.

Für die Eigenkapitalfinanzierung gibt es verschiedene Modelle. Sie kann erfolgen durch einen oder wenige große Investoren, durch Gewinnthesaurierung, durch Mittelzuflüsse seitens der Gesellschafter, bis hin zur Kapitalbeschaffung durch eine börsennotierte Aktiengesellschaft.