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Freitag, 18.05.2012

Wirtschaftsverlag für Unternehmensführung
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Interpretation von Sprüchen für die Unternehmensführung

Aller guten Dinge sind drei.
Deutsches Sprichwort





 

Change Management mit dem bsu-Programm „UEG“
von bsu / Kluge, Ehekirchen

Die Notwendigkeit zu Change Management ergibt sich aus der Gegenwartssituation. Wird die Gegenwartssituation als gut bis befriedigend empfunden, besteht kein Druck sich neue Ziele auszudenken und beharrlich anzugehen. Je schlechter die Gegenwartssituation, desto größer ist der Handlungsbedarf.

Überall ist zu hören, dass nur Mut erforderlich sei um erfolgreich zu sein. Unsere Erfahrungen sind andere.

Im Chinesischen gibt es für Chance und Risiko nur einen einzigen Begriff. Dort sieht man sowohl die Möglichkeit aus einem Risiko eine Chance zu machen, aber ebenso die Gefahr, die in einem unkalkulierten Aufgreifen einer Chance liegt. In Europa hingegen, geht es meistens so zu: Entweder wir scheuen das kleinste Risiko oder wir preschen mit allen Mitteln voran, oft ohne Rückversicherung und mit rücksichtslosen Mitteln.

Wir sehen dagegen einen gangbaren Mittelweg darin, die Nettochance aus der Bruttochance zu isolieren, d. h. den Risikoanteil von der Bruttochance abzuziehen. Nach folgender Abbildung haben wir ein Programm geschaffen, das bereits in den 80-iger Jahren in einem Buch vorgestellt wurde und deshalb als Vorläufer von Balanced Scorecard angesehen wird.
 


1. Ermittlung der Gegenwartssituation

In vielen Unternehmen fehlt es an einem objektiven Wertmaßstab zur Feststellung der Gegenwartssituation. Hier haben wir Abhilfe geschaffen, indem wir die Merkmale, die den Gesamterfolg ausmachen, zu "steuernden Werten" ausgebildet haben und nicht ungewichtet im Fadenkreuz stehen lassen. Zwanzig bis dreißig Einzelmerkmale bilden jeweils einen der nachstehenden Erfolgsfaktoren, wobei wir auf eine zusätzliche Gewichtung untereinander Wert legen.
 

Erfolgsfaktoren                                                              Beurteilung          Wert  

AP

Absatzkraft der Produkte und Dienstleistungen

subjektiv + objektiv

3.1

KK

Kunden und Kontakte (nach Märkten und Regionen)

objektiv + subjektiv

1.8

UO

Unternehmen und Organisation

subjektiv + objektiv

0.8

FP

Fähigkeiten des Personals

subjektiv + objektiv

1.8

MP

Motivation des Personals

subjektiv

-0.5

K

Kosten und Kapital

objektiv + subjektiv

0.5

 UEG

Zielwert (Unternehmens-Erfolgs-Grad)

       Mittelwert

    1,2

 Der Zielwert „UEG-Index“ für das Unternehmen oder einen Unternehmensteil, ändert sich also bei kleinsten Veränderungen bei den jeweiligen Einzelmerkmalen, die den Erfolgsfaktor bilden. Ein UEG-Zielwert von 2.0, ist bei einer Bandbreite von +5 bis -5 schon als recht beachtliche IST-Situation einzustufen. Zuvor müssen jedoch die Erhebungen vorgenommen werden, die zu den obigen Werten führen:
 

lfd. Nr.

Merkmal

Untermerkmal

Zustand

Gew.

Wert

Gesamt

1.1

Arbeitsplätze

Erhalt (Sicherheit)

nicht sicher

4,0

-1,0

-4,00

1.2

 

Ausstattung

modern, neue Geräte, neue EDV

3,0

1,0

3,00

1.3

 

Kommunikation

Konkurrenzkampf der Baustellen

2,0

0,0

0,00

1.4

 

Fluktuation

80 % im Werkerbereich

4,0

-2,0

-8,00

1.5

 

Weiterbildung

 

3,0

0,5

1,50

2.1

Umgebungseinflüsse

Lärm

Maschinen sind meist schallgeschützt

2,0

0,5

1,00

2.2

 

Klima

Winterpause, Schauerwetter

5,0

0,0

0,00

2.3

 

Stress

Management u. Bauführer im Druck

3,0

-2,0

-6,00

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Ausschnitt aus der Bewertungsmaske des Erfolgsfaktors „MP“, Beispiel aus der Baubranche

       

Das UEG-Programm ist so ausgelegt, dass jede Veränderung in der Bewertung, automatisch auch den Zielwert "UEG-Index" verändert, im Positiven wie im Negativen. Das ermöglicht dem Chef, sich ausschließlich auf diesen einen Zielwert konzentrieren zu können und diesen als Steuerungskennziffer zu betrachten, während die Ressortchefs und Abteilungsleiter an der Verbesserung desjenigen Erfolgsfaktors arbeiten, für den sie verantwortlich sind, also

AP oder KK oder UO oder FP oder MP oder K

Nachdem auf diese Weise der Handlungsbedarf ermittelt ist, wenden wir uns nun der Zielfindung zu.

=> lesen Sie weiter zum Change Management mit dem bsu-Programm „UEG“ .....