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Die funktionelle Hierarchie als heute
noch vorherrschender Organisationsform in Unternehmen und Behörden
verschwindet als Produkt des Industriezeitalters immer mehr.
Funktionelle Hierarchie stand jahrzehntelang für Anweisung, Gehorsam
und Kontrolle. Der Arbeitgeber "gibt" Arbeit und der
Arbeitnehmer "nimmt" sie. Arbeitgeber und Empfänger standen
damit stets in der Form von Geben und Nehmen gegenüber. Hieraus
resultiert die bisherige Arbeitsform von Anweisung und Kontrolle, denn "wer gibt, schafft an".
Diese Arbeitsform stößt aufgrund der
fundamentalen Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Technik
immer mehr an die äußeren Grenzen. Ein funktionell hierarchisch
gegliedertes Unternehmen ist nicht mehr konkurrenzfähig und geht unter, wenn es sich nicht grundsätzlich verändert. Die
ernsten Krisen und Insolvenzraten der vergangenen Jahre im Hinblick auf
große und
historische Unternehmen, z.B. Metallgesellschaft und Phillip Holzmann, sind Ausdruck dieser Veränderung der
Rahmenbedingungen.
Diese Unternehmen haben es nicht
geschafft, sich in der gebotenen Eile zu verändern und auf die neuen
fundamentalen Rahmenbedingungen einzustellen, weil diese
Organisationsform Innovation, Kreativität und winning spirit nicht im
ausreichenden Maße ermöglicht, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn der
Arbeitgeber in hierarchisch organisierten Unternehmen gibt die Arbeit in
Form von Zeitanteilen, in denen der Arbeitnehmer anwesend sein muss und
in denen der Arbeitgeber bestimmt, was der Arbeitnehmer zu machen hat.
Zur Abrechnung der vergebenen Zeitanteile werden Arbeitszeiten,
Stechuhren und Kontrollen verwendet. Was zählt ist die Zeit, die der
Arbeitnehmer dem Arbeitgeber zur Verfügung stellt, in der er bereit
ist, Anweisungen des Arbeitgebers entgegenzunehmen und umzusetzen.
Welches Ergebnis dabei herauskommt, ist unerheblich, weil die Tätigkeit
des Arbeitnehmers nicht ergebnisorientiert ist.
Die Arbeitsformen der "New Economy"
sind dagegen fundamental anders. Was zählt, ist nicht die abgesessene
Zeit des Arbeitnehmers, sondern das Ergebnis seiner Tätigkeit. Damit
ist er nicht mehr Arbeitnehmer in der klassischen Form. Er ist
Unternehmer, Freelancer, Teammitglied, Mitglied einer Crew und letztlich
auch Abenteurer, weil es für ihn unsicher ist, ob und wenn ja mit
welchem Aufwand er das gesteckte Ziel erreicht.
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